Betrug im Autohandel erkennen und vermeiden

Auch heutzutage kann Betrug im Autohandel ein großes Thema sein. Denn wer sein Auto über das Internet verkaufen möchte, bekommt häufig dubiose Angebote und zwielichtige Vorschläge. Dieser Beitrag widmet sich den Betrügern und ihren Maschen. Finden Sie heraus, worauf Sie achten müssen, um Ihr Geld oder das Fahrzeug gebracht zu werden.

Tipps für Verkäufer – Betrug im Autohandel vermeiden

Soll der eigene Gebrauchtwagen den Besitzer wechseln, lohnt sich eine gewissenhafte Vorbereitung. Zum einen, was Beschreibung, Unterlagen und Fotos angeht. Zum anderen, um sich intensiv mit Stolpersteinen zu beschäftigen und Betrügern vehement aus dem Weg zu gehen. Denn häufig sind private Verkäufer das Ziel vom Betrug im Autohandel. Sie sind leicht aufzufinden und häufig existieren sogar die Adressen nebst Telefonnummer in den Inseraten.

Der Scheck-Trick von vermeintlichen Interessenten

Das Prinzip ist einfach: Sie haben ein Auto inseriert und erhalten eine E-Mail, in der ein potenzieller Käufer Interesse vorgibt. Alles scheint perfekt, der Kauf kann vonstatten gehen. Und weil es der vermeintliche Käufer so ernst meint, überweist er Ihnen den Kaufpreis für Ihr Fahrzeug auch direkt. Dann passiert jedoch ein Fehler – es wurde zu viel überwiesen. Sie werden gebeten, das überschüssige Geld der Einfachheit halber zurück zu überweisen. Einige Tage oder Wochen später werden Sie feststellen, dass der an Sie gerichtete Scheck platzt und dass sich der Käufer nicht mehr meldet.

Diese Masche ist deshalb so gefährlich, weil sich die Täter für ihren Betrug im Autohandel bestens vorbereiten. Zum einen in puncto Kommunikation, die oftmals kein Misstrauen (mehr) erweckt. Zum anderen wegen der attraktiven Preise, die geboten werden. Also: Augen auf, wenn mit einem Scheck bezahlt wird.

Nicht immer wird der Scheckbetrug so ausgeführt. Manchmal soll das Kraftfahrzeug auch überführt werden. Für die Transportkosten soll aber der Verkäufer aufkommen – er erhält dafür einen guten Preis für sein Fahrzeug. Andere Ausrede, gleiches Thema: Der Scheck kommt auf dem Konto an, die Transportkosten werden vom Verkäufer bezahlt – und das Geld ist weg.

Informationsgewinnung für Versicherungsbetrug

Geht es an die Verkaufsgespräche, sollte zwischen Transparenz und totaler Offenlegung unterschieden werden. Vor allem Informationen zur Kfz-Versicherung und diesbezüglichen Identifikatoren haben in losen Anfragen nichts zu suchen. Diese kann der vermeintliche Interessent nutzen, um Versicherungsschäden zu melden und abzurechnen, die es nie gegeben hat. Auch außerhalb dieses Szenarios sollten Sie es vermeiden, zu viele Informationen zu präsentieren. Auch das Unkenntlichmachen der Kfz-Kennzeichen in Inseraten ist eine gute Möglichkeit, um sich vor Betrug im Autohandel zu schützen. Wer sich gar nicht erst mit solchen Problemen beschäftigen möchte, kann beispielsweise auf abracar zurückgreifen. Der Kfz-Vermittler übernimmt die gesamte Kommunikation und schützt damit zuverlässig vor Betrug im Autohandel.

Die Mängel entstehen bei der Besichtigung

In einigen Fällen ist es tatsächlich vorgekommen, dass Gespanne von mindestens zwei Personen Autos vorsätzlich beschädigt haben, um den Preis zu senken. Das funktioniert so: Der Verkäufer wird im Zuge der Besichtigung in ein Gespräch verwickelt. Die zweite Person beschäftigt sich solange mit der Manipulation des Autos. Das kann im Hinzufügen von Kratzern bestehen, die im Anschluss angesprochen werden. Aber auch einige Tropfen Öl ins Kühlwasser sind ein beliebtes Mittel, um dem Fahrzeug einen drohenden Totalschaden zu attestieren. Verkäufer, die sich nicht mit Autos auskennen, werden spätestens jetzt in Panik verfallen. Dann kommt das gnädige Angebot der potenziellen Käufer: Sie würden das Kraftfahrzeug mitnehmen. Zu einem niedrigen Preis, versteht sich.

An dieser Stelle gilt: Augen auf bei Verhandlungen, Besichtigungen und Probefahrten. Merken Sie sich, wo Ihr Gebrauchtwagen Kratzer hat und welche Mängel außerdem aufgetreten sind. Stellen Sie fest, dass die Interessenten Ihr Fahrzeug beschädigt haben, rufen Sie direkt die Polizei. Wer von Anfang an ein ungutes Gefühl hat, kann ein solches Verkaufsgespräch auch absagen oder direkt abbrechen.

Herunterhandeln in Gruppen

Dieser Betrug im Autohandel ist schwer zu durchschauen. Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Autowertrechner bemüht und Ihr Kraftfahrzeug zu diesem Preis inseriert. Direkt am zweiten Tag kommen verschiedene Personen vorbei, die sich das Auto ansehen, sinngemäß den Kopf schütteln und von einem Kauf absehen. Sie werden gerade als Laie schockiert sein, weil Ihnen allerlei Mängel genannt werden. Die letzte Besichtigung an diesem Tag ist nun ein Interessent, der das Auto mehr aus Mitleid denn aus Interesse kaufen würde. Aber auch zu einem sehr niedrigen Preis – aufgrund fiktiver Mängel. Sie werden diesem Interessenten auf ewig dankbar sein, weil Sie total verunsichert sind – und das Auto meilenweit unter Wert verkaufen.

Wer sich selbst in dieser Situation sehen könnte, sollte neben der Online-Fahrzeugbewertung auch einen Gebrauchtwagen-Check von einer lokalen Kfz-Werkstatt durchführen lassen. Hier erklärt Ihnen ein Fachmann, ob und inwieweit es Mängel gibt. Leute, die Ihnen im Anschluss Märchen dazu erzählen wollen, können Sie in aller Ruhe wegscheuchen.

Heftige Drohungen nach dem Kauf

In einigen Fällen kam es vor, dass der eigentliche Betrug im Autohandel erst nach dem Kauf stattfand. Das Auto wurde zu einem fairen Preis X gekauft. Im Nachgang kamen dann Schreiben oder Anrufe. Das Auto sei Schrott, es wären wichtige Dinge unterschlagen worden etc. Dazu dann Drohungen mit Anwälten oder gar Körperverletzung. Sie als Verkäufer sollen einen Teil des Geldes an den Käufer senden, um diesen ruhig zu stellen. Fakt ist aber: Ein guter Kfz-Kaufvertrag schließt solche Forderungen gegen Sie als Privatperson aus. Es sei denn, es handelt sich um arglistige Täuschung. Deshalb sollte man sich – gerade bei der Androhung von Körperverletzung – direkt an die Polizei wenden.

Tipps für Käufer

Zwar sind Verkäufer in puncto Betrug im Autohandel oftmals das leichtere Ziel. Auch Käufer können aber um ihr Geld gebracht werden. Auf was Sie sich als Interessent für einen Gebrauchtwagen einstellen müssen, verraten wir Ihnen im Nachfolgenden.

Gefälschte Inserate

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf der Suche nach Ihrem Traumauto und plötzlich: Das perfekte Fahrzeug, traumhafter Zustand und überraschend günstig. Wer würde da noch zögern? Sie kontaktieren den vermeintlichen Verkäufer, der Ihnen von den vielen Interessenten erzählt. Einzige Lösung: Sie zahlen schon einmal einen Betrag X voraus, um das Kraftfahrzeug zu reservieren. Der Haken an diesem Betrug im Autohandel: Das Kfz existiert gar nicht und die Vorauszahlung ist am Horizont verschwunden.

Derartige Lockangebote dienen nur dazu, Interessenten um ihre Anzahlung zu bringen. Häufig werden dabei Kfz-Inserate erstellt, die sprichwörtlich zu schön um wahr zu sein sind. Das erkennt man beispielsweise an den Fotos. Aber auch die im Inserat vermerkten Adressen sind nicht selten gefälscht. Ein prüfender Blick lohnt in jedem Falle. Geht es um eine Anzahlung zur Reservierung, sollte lieber gepasst werden.

Ein fremdes Auto verkaufen

Es gab auch schon Fälle, in denen fremde Autos verkauft wurden. Das geschieht, um dem Interessenten das Gefühl zu geben, dass das Kraftfahrzeug existiert. Der Verkäufer hat die Schlüssel gerade nicht parat, das Fahrzeug kann aber von außen besichtigt werden. Im Idealfall wird auch hier eine Anzahlung gegeben, damit der Gebrauchte nicht an andere Interessenten verkauft wird. Auch diese Anzahlung werden Sie als Käufer nie wieder sehen, denn hier hat ein Betrüger ein wildfremdes Kfz genutzt, um Ihr Interesse zu wecken.

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